„Zuhause sicher“: 10 Jahre erfolgreich im Einbruchschutz - NRW-Innenminister Ralf Jäger lobt gesamtgesellschaftliche Zusammenarbeit

Düsseldorf/Münster. Im Gespräch mit Ralf Jäger, Minister für Inneres und Kommunales in NRW, zieht der Vorstand des Netzwerkes „Zuhause sicher“ am 17.09.2015 positiv Bilanz zum 10-jährigen Engagement für Einbruchschutz und Brandschutz.

152.132 Einbrüche bundesweit verzeichnete die Kriminalstatistik für 2014. Die Rekordsumme von 480 Mio. leisteten die Hausratversicherer in 2013 zur Regulierung von Einbruchschäden.
Darüber hinaus verlieren Opfer eines Einbruchs neben wertvollen Gegenständen oftmals auch geliebte Erinnerungsstücke und das persönliche Sicherheitsgefühl. Diese Unsicherheit kann sich auf ganze Nachbarschaften übertragen. Die Aufklärung von Einbruchdelikten ist zudem schwierig. Und selbst ein Ermittlungserfolg bringt das Diebesgut und das verlorene Sicherheitsgefühl meist nicht zurück.

Was also tun? Die Antwort: Prävention!

Jeder kann einem Einbruch ins eigene Zuhause mit richtigem Verhalten und sinnvoller Sicherheitstechnik vorbeugen. „Das gemeinnützige Netzwerk „Zuhause sicher“ setzt die polizeilichen Empfehlungen zum Einbruchschutz optimal um“, lobt NRW-Innenminister Ralf Jäger im Gespräch mit Vorstand und Geschäftsführung des Netzwerkes.

Auf Initiative von Polizeibehörden entstand 2005 der gemeinnützige Verein, in dem sich inzwischen fast 400 Partner aus Polizei, Handwerk, Kommunen, Industrie, Finanz- und Versicherungswirtschaft für Einbruchschutz und Brandvorbeugung engagieren. Gemeinsam gehen sie die gesamtgesellschaftliche Aufgabe der Einbruchprävention an. Inhaltlicher Leitfaden ist die polizeiliche Empfehlungspraxis. Auf dieser Basis bietet die Initiative Ratsuchenden eine Begleitung auf dem Weg zum sicheren Zuhause in drei Schritten an – von der Information zum Einbruchschutz über die Montage von Sicherheitstechnik bis zur Präventionsplakette.

„Öffentliche und private Partner übernehmen im Netzwerk „Zuhause sicher“ vorbildlich gesellschaftliche Verantwortung“, betont Ralf Jäger. Als Schirmherr des Präventionsprojekts kann er auf zehn Jahre erfolgreiches, gemeinsames Engagement zurückblicken.
700.000 Aktionen auf der Netzwerk-Homepage in 2014 und ein hohes Google-Ranking belegen den großen Aufmerksamkeitsgrad für „Zuhause sicher“. Sensibilisiert setzen 90% der polizeilich beratenen Bürger Empfehlungen der Polizei um. 75% der Beratenen nehmen dazu die Unterstützung eines Netzwerkpartners in Anspruch. 82% der Einbrecher scheiterten 2014 an Plakettenhäusern – und damit ca. doppelt so viele wie im Bundesdurchschnitt. Für Plaketteninhaber ist die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Einbruchs zu werden, damit knapp vier Mal geringer als im Durchschnitt. 2014 gelang in 99,9% der Plakettenhäuser kein erfolgreicher Einbruch.

„Einbruchprävention muss nicht allein auf den Schultern der Polizei ruhen. Im Verbund mit engagierten Partnern kann das Fachwissen der Polizei zu Täterarbeitsweisen, Tatgelegenheiten und daraus abgeleiteten Sicherungsmaßnahmen effektiv multipliziert werden“, legt Heinz Gressel, Vorstandsvorsitzender des Netzwerkes „Zuhause sicher“, dar.
Jeder kann Verantwortung übernehmen und wie beim Auto auch bei Haus und Wohnung auf Sicherheitsmerkmale achten. Auf der Plattform des gemeinnützigen Netzwerkes „Zuhause sicher“ stehen die notwendigen Informationen, Angebote einer Begleitung und die Auszeichnung mit einer Präventionsplakette zur Verfügung.

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Bildzeile v. l. n. r.: Stephan Höltker (2. stellvertretender Vorsitzender des Netzwerkes „Zuhause sicher“), Heinz Gressel (Vorstandsvorsitzender des Netzwerkes „Zuhause sicher“), Carolin Hackemack (Geschäftsführerin des Netzwerkes „Zuhause sicher“), Ralf Jäger (Minister für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen), Dr. Thomas Günther (1. stellvertretender Vorsitzender des Netzwerkes „Zuhause sicher“).

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