498 Wohnungseinbrüche - Schutzgemeinschaft gegründet

Polizei und Handwerk arbeiten in Steinfurt Hand in Hand

Hr. Harten/Hr. Kubendorff/Hr. Osterbrink

498 Wohnungseinbrüche im Kreis Steinfurt 2005 - 88 Prozent davon zwischen 8 und 20 Uhr, also am helllichten Tage: Das Sicherheitsbedürfnis der Bürger ist groß. Dass diesem Rechnung getragen wird, dazu wollen Polizei und Handwerk im Kreis jetzt im Verbund beitragen. Sie haben offiziell die Schutzgemeinschaft Steinfurt im Netzwerk "Zuhause sicher" gegründet. Landrat Thomas Kubendorff machte in der Gründungsversammlung im "Haus des Handwerks" als Chef der Kreispolizeibehörde deutlich: "Die Polizei allein reicht nicht, wir brauchen Partner!"

Erster Schritt auf dem Wege zu einem sicheren Zuhause ist die Beratung, zum Beispiel im Büro der Kripo am Marktplatz in Rheine. Die Beamten sind auch unter Telefon 05971 / 93 81 386 zu erreichen.

Mit einer Checkliste werden Türen, Fenster und andere Gebäudeöffnungen bewertet, die Schwachstellen erklärt und professionelle Tipps zur Absicherung gegeben. Im zweiten Schritt können die Maßahmen umgesetzt werden. Dazu nennt die Polizei speziell geschulte Handwerksbetriebe in der Umgebung. Diese veranschlagen die Kosten und garantieren die fachgerechte Umsetzung.
Als Anerkennung gibt es eine Plakette: "Sie ist natürlich keine Garantie gegen Einbrecher, kann aber bereits optisch abschrecken", meinte Klaus Greiwe vom Kommissariat Vorbeugung der Kripo. Greiwe wünscht sich den Kontakt zwischen Hauseigentümern und Kripo bereits in der Neubauphase eines Hauses.

"Glas, Fenster, Türen und Beschläge; das Handwerk wird bei der bestmöglichen Sicherung der gewünschte Partner," bekräftigte der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Paul Osterbrink. Kubendorff bestätigte aus eigener Erfahrung, wie beruhigend bereits das Gefühl ist, "wenn man nach der Beratung durch die Kripo und den qualifizierten Arbeiten der Handwerker den Eindruck hat, alles Erdenkliche getan zu haben".

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