Brände im Treppenhaus - leider eine immer wiederkehrende Tragödie

26. August 2005: Paris 17 Tote - 04. Febraur 2008: Ludwigshafen Tote - 06. September 2009: Duisburg-Marxloh 4 Tote

Quelle: www.brand-feuer.de

Quelle: www.brand-feuer.de

Ein Treppenhaus ist meist eine zentrale Konstruktion innerhalb  eines Gebäudes. Früher generell aus Holz gefertigt, heute seltener aufgrund der Kosten des Baustoffes.
Ein Treppenhaus diente auch als Fluchtmöglichkeit, sollte es in einer Wohnung zu einem Brand kommen. Nachteil dieser Konstruktion der Baugruppe ist es, dass es vom Keller bis zum Dachboden ohne Unterbrechung geführt ist. Für einen evtl. Brand hat das erhebliche Nachteile. Das Feuer breitet sich extrem schnell nach oben hin aus. Die dann entstehende "Kaminwirkung" beschleunigt das Feuer abermals. 

Aber nicht nur die Flammen und die Hitze bringen dann den Tot. Die dann entstehende Rauchentwicklung wird Bewohner, die warum auch immer die Türen öffnen, nicht nur die Sicht,  sondern auch die Luft zum Atmen nehmen! 
Je nach Brandmaterial (Lacke / Kunststoffe / manchmal Teppiche) entstehen bei so einem Brand auch toxische Stoffe.  Allen Bewohner oberhalb des Feuers ist somit nicht nur die einzige Fluchtmöglichkeit versperrt, sondern sollten sie die Etagentür öffnen, begeben sie sich in die Gefahr zu ersticken.

Gerade in städtischen Mehrfamilienhäusern sind sich leider die Bewohner dieser Gefahr nicht bewusst. Treppenhäuser dienen oft als Abstellflächen für Möbelteile, Fahrzeuge, Mülltonnen, Kinderwagen oder Abfall. Also alles Material, welches auch gut brennt. Es genügt nach einer längeren Lagerzeit oftmals eine Zigarette, ein elektrischer Kurzschluss, Nager oder wie in der Vergangenheit "Kinder", um ein Inferno auszulösen. 
Ist ein Treppenhaus frei von jeglichem Unrat oder Gegenständen die brennbar sind, wird gleichzeitig die Brandgefahr minimiert. 

Auf diese Unwissenheit der Gefahr ist es vermutlich zurückzuführen, dass sich nicht in jedem Mehrfamilienhaus mit einem Holztreppenhaus Rauchmelder befinden, die die Bewohner warnen. Nur mittels eines Rauchmelders können sich Bewohner oberhalb der ersten Etage auch sicher sein, rechtzeitig auf einen Brand aufmerksam zu werden. Nur mit einem Rauchmelder besteht eine reelle Chance, sein Leben retten zu können. 

Mittlerweile gibt es auch Feuer hemmende Etagentüren "aus Holz", die einem Feuer länger standhalten, diese sind gleichzeitig auch eine brandschutztechnische Abschottung. 
Holztreppenhäuser können auch mit einem Brandschutzlack behandelt werden, oder von der Unterseite mit Rigips verkleidet werden, um einen  Brand erst gar nicht zu ermöglichen, bzw. diesen dann einzudämmen. 

Selten sieht man in Treppenhäusern Feuerlöscher...

Außen an den Gebäuden angebrachte Fluchttreppen erhöhen ebenfalls die Möglichkeit einer Flucht.

Im Internet können Sie sich vorab informieren; im Fachhandel können Sie sich beraten lassen.
Als Eigentümer können Sie oder durch die Eigentümerversammlung Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit veranlassen. Eine entsprechende Hausordnung unterstreicht diese Maßnahmen.

(News von www.Brand-Feuer.de)

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